Pubertät bei Menschen mit Down-Syndrom verstehen und begleiten
Nicht selten kommt er unerwartet: der Moment, in dem sich Körper und Psyche zu verändern beginnen – die Pubertät setzt ein. Die Hormone tanzen. Der Körper wächst, verändert sich, entwickelt einen eigenen Geruch. Er fasziniert, verunsichert, überfordert vielleicht auch – und will im Alltag erforscht, erlebt und verstanden werden.
Zwischen Privatsphäre, Unterstützungsbedarf, Selbstständigkeit sowie dem Wunsch nach einer erfüllten Identität und Sexualität entstehen oft Unsicherheiten und viele Fragen.
Mit diesem Fachvortrag möchte unsere Referentin Julia Gottfried das Thema enttabuisieren und zugleich neue, sichere und gesellschaftsfähige Wege aufzeigen. An diesem Abend erfahren wir, wie Menschen mit Down-Syndrom wesentliche Aspekte sexueller Bildung – wie Freundschaft, Identität, Liebe und Sexualität – in ihrem Leben erfahren und gestalten können.
Der Fachvortrag informiert auf Grundlage des aktuellen wissenschaftlichen Stands, vermittelt praxisnahe Inhalte und gibt konkrete Handlungsansätze für den Alltag mit.
Wir freuen uns sehr, mit Julia Gottfried eine erfahrene und engagierte Referentin für unseren Fachvortrag gewonnen zu haben. Julia Gottfried ist Sozialarbeiterin und -pädagogin (B.A.) sowie zertifizierte Sexualpädagogin (iSp) und arbeitet seit über 20 Jahren im sonderpädagogischen Bereich. In dieser Zeit hat sie zahlreiche Menschen mit Entwicklungsbesonderheiten sowie ihre Familien begleitet. Zu ihren beruflichen Stationen zählen unter anderem 14 Jahre bei der PEP – Praxis für Entwicklungspädagogik in Mainz sowie 3,5 Jahre am Kinderneurologischen Zentrum Mainz. In ihrer Arbeit wurde immer wieder deutlich, wie wichtig Räume sind, in denen Fragen zu Körper, Pubertät, Freundschaft, Liebe und Sexualität offen gestellt werden dürfen.
Mit ihrem Angebot infobox-liebe setzt sich Julia Gottfried für eine inklusive und lebensnahe Sexualpädagogik ein. Ihr Anliegen ist es, zu enttabuisieren, Sicherheit zu geben und Wege aufzuzeigen, wie Menschen mit Entwicklungsbesonderheiten ihre Identität, ihre Beziehungen und ihre Sexualität selbstbestimmt entwickeln können.
Ihre Arbeit verbindet fachliches Wissen mit umfangreicher Praxiserfahrung, Empathie und hoher Alltagstauglichkeit. Sie arbeitet mit Eltern, Fachkräften sowie mit Menschen mit Entwicklungsbesonderheiten selbst – immer mit dem Ziel, Verständnis zu fördern, Unsicherheiten abzubauen und Mut zu machen.
Der Abend wird seitens 21malDREI von Gründungs- und Vorstandsmitglied Nina Barth begleitet.
Der Teilnahmelink wird nach Anmeldung versendet. Die Veranstaltung wird bewusst nicht aufgezeichnet, um einen offenen und vertrauensvollen Austausch zu ermöglichen.
Diese Zeit bringt so viel Neues mit sich: körperliche Veränderungen, neue Gefühle, Fragen zur eigenen Identität und zum Miteinander. Die Pubertät ist für alle Menschen ein Umbruch – intensiv, herausfordernd und zugleich voller Entwicklungsmöglichkeiten.
Und genau deshalb gilt: Niemand muss diesen Weg allein gehen.
Wir freuen uns auf euch.
Seid gern ein paar Minuten früher „da“, damit wir pünktlich starten und die Technik vorher testen können.
Euer Vorstand von 21malDREI – Initiative Trisomie 21 Frankfurt e.V.
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